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Investitionen für die Zukunft unserer Kinder

05.05.2021

Investitionen für die Zukunft unserer Kinder

rsf„Ein großes Bauprojekt konnte verwirklicht werden“, betont Kai Söder. Der Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön freut sich, dass der Trägerverein Sankt Jakobus den Kindergarten in Üchtelhausen unter großen persönlichen Einsatz der Vereinsverantwortlichen zu einer modernen Kindertageseinrichtung mit zeitgemäßen Räumlichkeiten in Kürze abschließen kann. Bauherr ist die katholische Kirchenstiftung, der das Gebäude, in dem auch das Pfarrheim untergebracht ist, gehört. Der Kindergarten bietet 60 Plätze, die sich auf zwei Gruppen für Regelkinder und eine für Krippenkinder verteilen. Die Baumaßnahme, die im Februar 2019 startete, umfasste die Sanierung der bisherigen Räume und einen Anbau.

„Bei Sanierung und Umbau ergibt sich vieles, was man zu Beginn nicht wissen kann“, meint der Architekt Benedikt Gerber. Er war froh, dass aus dem Ort mehrere Bürger, darunter Robert Karch, Konrad Mai und der Kirchenpfleger der Kirchenstiftung Winfried Schmitt, die Arbeiten am Kindergarten mit Rat und Tat begleiteten. Notwendig wurde die Baumaßnahme wegen der steigenden Kinderzahl vor allem bei den unter Dreijährigen. Es konnten im Kindergarten aufgrund einer Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Schweinfurt ab 2016 zeitlich befristet mehr Kinder als üblicherweise für die Räumlichkeiten zulässig betreut werden.

Bei der Sanierung des Altbaus stand die Neugestaltung des Flurs im Fokus. Eine große Fensterfront gibt den Blick auf das im Tal liegende Dorf frei und lässt ihn hell und freundlich erscheinen. Als Spiel- und Erlebnisflur sind die Kinder hier eingeladen sich mit Kindern auch aus den anderen Gruppen zu treffen – „wenn Corona vorbei ist“, setzt Benedikt Gerber hinzu. Generell wurden die Räumlichkeiten als verschiedene Bereiche gestaltet, wie es dem pädagogischen Konzept der Kindergartenleitung entspricht.

„Wir haben jetzt Funktionsbereiche für die individuellen Bedürfnisse der Kinder“, betont Sebastian Stenzinger. Weiter sieht der Leiter des Kindergartens als Plus, dass beim Basteln, Malen oder Lego-Bauen die Kinder sich intensiver und eigenständiger entfalten können. Denn sie haben unter anderem die Möglichkeit sich länger und freischaffend mit den Materialien und den Lerninhalten zu beschäftigen und in der Küche der Einrichtung selbst kleinere Speisen zuzubereiten und können ganz nach individuellem Bedürfnis ihre Mahlzeit einzunehmen.

Im Anbau entstanden für die Krippenkinder Gruppen- und Schlafraum sowie Sanitärräume. Ein neu entstandener Mehrzweckraum kann auch als Turnraum für die Kinder oder bei Veranstaltungen genutzt werden. Sebastian Stenzinger freut sich auf das baldige Ende der Baumaßnahme. Lärm und Staub haben den Kindergartenalltag besonders für die Betreuer oft beeinträchtigt. „Auch gab es immer wieder mal neue Ein- und Ausgänge für die Einrichtung, denn der Kindergartenbetrieb ging ja weiter“, berichtet er. Gut war, dass Räumlichkeiten im Pfarrheim, das mit dem Kindergarten als gemeinsames Gebäude besteht, unentgeltlich je nach Bedarf von der Kindertageseinrichtung mitgenutzt werden konnten.

„Es nutzt der Gemeinde nichts, sich um alle Einrichtungen der Daseinsvorsorge zu kümmern, wenn der Nachwuchs nicht vernünftig untergebracht ist“, erklärte Johannes Grebner. Er dankte den Verantwortlichen des Kindergartens für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz und erinnerte daran, dass Kindergarteneltern die Belastungen während der Baumaßnahme mitgetragen haben. Die Gesamtkosten laut Kostenvoranschlag belaufen sich auf ca. 1.976.400 Euro. Der Anteil des Freistaates Bayern und der Gemeinde beträgt laut Bürgermeister Grebner 1.581.900 Euro, wovon durch den Freistaat rund 1.100.000 Euro übernommen werden. Die Differenz zu den Gesamtkosten kommt als Zuschuss von der Diözese Würzburg. Dieser Zuschuss wurde vor den Ausgabenbeschränkungen für Bauvorhaben in kirchlicher Trägerschaft bewilligt.

 

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