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Kulturveranstaltung des Landkreises Schweinfurt in einem lebendigen Denkmal

20.09.2019

 

Kulturveranstaltung des Landkreises Schweinfurt in einem lebendigen Denkmal

Die Passion4Saxxes und das Duo Café Sehnsucht begeistern am Vorabend des Tags des offenen Denkmals im Schloss Werneck

 

 

Landkreis Schweinfurt. „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautete das bundesweite Motto des Tags des offenen Denkmals im Jahr 2019. Das Schloss Werneck, als Sommerresidenz des Fürstbischofs Friedrich Karl von Schönborn durch Balthasar Neumann in den Jahren 1733 bis 1745 erbaut, hat vom Barock bis in die Moderne etliche Umbrüche erlebt. Heute befinden sich dort zwei Kliniken sowie einige weitere Einrichtungen des Bezirks Unterfranken, so dass schwerlich ein passenderer Veranstaltungsort für die diesjährige Kulturveranstaltung des Landkreises Schweinfurt vorstellbar war.

Landrat Florian Töpper begrüßte die vielen Gäste in der voll besetzten Schlosskirche zum mittlerweile sechsten Mal zur Kulturveranstaltung des Landkreises Schweinfurt am Vorabend des Tags des offenen Denkmals. Mit dieser Veranstaltung möchte der Landkreis Schweinfurt seinen Bürgern immer wieder Ausschnitte seiner lebendigen Kulturszene vorstellen, wie Landrat Töpper weiter ausführte. Besonders freue es ihn, dass in diesem Jahr die drei kommunalen Ebenen, der Markt Werneck, der Landkreis Schweinfurt sowie der Bezirk Unterfranken, gemeinsam die Kulturveranstaltung präsentieren konnten.

Zu Beginn des Abends erklangen in der Schlosskirche jazzige Töne beim Konzert des Saxophon-Quartetts „Passion4Saxxes“. Die jungen Künstler wurden schon mit diversen Preisen ausgezeichnet und zeigten ihr mit viel Applaus bedachtes Können mit einem vielseitigen Repertoire aus Jazz-Standards sowie Pop- und Rock-Klassikern. Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Celtis-Gymnasiums spannten dabei den Bogen über „Fever“ von John Davenport über Queens „Bohemian Rhapsody“ und lateinamerikanische Klänge bis hin zu „Summertime“ von George Gershwin.

Im Café Balthasar stellte der Ärztliche Direktor der Orthopädischen Klinik, Prof. Dr. Christian Hendrich, anschließend fundiert und unterhaltsam die Entwicklung des Schlosses Werneck dar. Durch Investitionen in Patientenzimmer, Operationssäle und Technik wurde in den vergangenen 20 Jahren nicht nur eine gelungene Verbindung der historischen Bausubstanz und moderner Elemente geschaffen. Die Orthopädische Klinik im Schloss Werneck gehört auch dadurch mittlerweile zu den bedeutendsten orthopädischen Kliniken in Deutschland. Dies zeigt sich nicht nur bei verschiedenen Rankings von Kliniken, den Fallzahlen oder der Patientenzufriedenheit. Auch Spitzensportler kommen regelmäßig nach Werneck, um hier ihre Verletzungen behandeln zu lassen.

„Werneck lebt mit dem Schloss und vom Schloss“, wie Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl in diesem Zusammenhang feststellte. Ein Herzensanliegen für sie sei ein Projekt zur Inwertsetzung des kulturellen und architektonischen Erbes von Balthasar Neumann. Unter der Trägerschaft des Landkreises Schweinfurt wird deswegen aktuell eine Machbarkeitsstudie vorbereitet, mit der als LEADER-Kooperationsprojekt die Werke von Balthasar Neumann von Würzburg bis Gößweinstein erfasst werden. Mit den vielen Kooperationspartnern sollen in der Folge die Bauwerke Balthasar Neumanns stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Abschließend widmete sich das Duo „Café Sehnsucht“, dies sind Silvia Kirchhof und Achim Hofmann aus Gerolzhofen, dem Thema Umbrüche. Dabei wurden nicht nur Umbrüche im Rollenverständnis von Mann und Frau augenzwinkernd thematisiert – sei es bei den Neandertalern, bei denen Männer noch richtige Kerle waren oder beim musikalischen Wunsch von Silvia Kirchhof, dass sie eines Tages noch Päpstin werde. Auch aktuelle gesellschaftliche Umbrüche, wie das Erstarken populistischer Bewegungen, wurden bei der vom Publikum begeistert aufgenommenen Vorstellung angesprochen.

 

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