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Monsignore Emil Heßdörfer feierte seinen 85. Geburtstag

22.02.2019

 

„Weil ich in einer Pfarrei selbständig sein wollte und ich mich auf dem Land wohl fühle.“ So begründet Emil Heßdörfer seine Wahl als Priester vor mehr als 50 Jahren nach Üchtelhausen zu gehen. Am Freitag, 15. Februar, feierte er hier seinen 85.Geburtstag.

 

Emil Heßdörfer stammt aus Retzbach. Von Kindesbeinen an half er als Ältester von sechs Kindern im bäuerlichen Betrieb der Eltern mit. In der Pfarrkirche und in der Marien-Wallfahrtskirche im Ort war er seit seiner Volkschulzeit ein eifriger Ministrant. Mit zehn Jahren kam er in das Kilianeum nach Miltenberg, ein Gymnasium mit Internat der Diözese Würzburg für Jungen. Das Vorbild seines Ortspfarrers und weiterer Priester, die er während seiner Gymnasialzeit kennenlernte, bestärkten ihn in seinem Wunsch auch in diesen kirchlichen Dienst zu treten. So absolvierte er in Würzburg das Theologiestudium und wurde 1960 zum Priester geweiht. Nach mehreren Kaplanstellen in der Diözese Würzburg berief ihn der Bischof 1966 als Religionslehrer an die Berufsschule in Schweinfurt. Nebenher versah er einige Jahre die Seelsorge im Krankenhaus St. Josef Schweinfurt.

 

Als er 1967 in Üchtelhausen die Kuratie übernahm, warteten auf ihn vielfältige Aufgaben im kirchlichen Leben. Es galt die neue Liturgie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil einzuführen und ökumenische Gottesdienste mit zu gestalten. In den folgenden Jahren wurde ein Pfarrzentrum mit Kindergarten, Pfarr- und Jugendheim errichtet und der Kirchenneu- und –Anbau war von der Kirchengemeinde zu schultern. Auch musste eine neue Kirchenorgel angeschafft werden. Beim Bau der Muttergotteskapelle an der "Becka Tanna" hat er tatkräftig mitgeholfen.

 

Der überaus beliebte Seelsorger ist inzwischen zum Ehrenbürger von Üchtelhausen ernannt worden. 1999 verlieh der Papst Emil Heßdörfer aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste den Ehrentitel „Monsignore“, also päpstlicher Ehrenkaplan. Dennoch wird er noch heute oft als „Herr Kuratus“ angesprochen. Von 2004 an, als die Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön entstand, war er hier mitarbeitender Priester. Seit zwei Jahren hält er nur noch Gottesdienste in der Pfarrei Üchtelhausen, unterstützt von den Beauftragten für Wortgottesfeiern, und erteilt die Krankenkommunion. Es ist ihm ein Herzensanliegen die Kranken der Pfarreiengemeinschaft in den Schweinfurter Krankenhäuser zu besuchen.

 

Nicht nur die Ausübung seiner priesterlichen Aufgaben muss er auf Grund seines Alters einschränken. Viele Jahre gehörte er im Kreisverband und im Diözesanverband der DJK als Präses der Vorstandschaft an. Im Trägerverein des örtlichen Kindergartens nahm er ebenfalls früher diese Aufgabe wahr. Noch heute ist er Präses bei der KAB, beim katholischen Frauenbund und der DJK auf Ortsebene. Radfahren und Wandern zählten immer zu seinen Hobbys, genau wie Singen, das er heute noch als aktiver Sänger des KAB-Singkreises in Gemeinschaft pflegt.

 

Gerne besucht er Vereinsveranstaltungen im Ort. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn Heßdörfer versichert: „Das Schönste für mich ist, mitten in der Dorfgemeinschaft zu sein“. Da er im Leben dem Dorf so sehr verbunden war und ist, hat er festgelegt, im Priestergrab hier einst beerdigt zu werden.

 

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