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Sanierung des Bauhofes der Gemeinde Üchtelhausen

10.12.2020

Sanierung des Bauhofes der Gemeinde Üchtelhausen

 „Wir hatten immer wieder Probleme mit dem Kondenswasser in der Halle“, erklärt Bauhofleiter Wolfgang Schürger. Schlecht isoliert, denn nur mit einem dünnen Blechdach versehen, stand 31 Jahre nach Errichten des gemeindlichen Bauhofgebäudes in Hesselbach für die Gemeinde Üchtelhausen jetzt dafür eine umfangreiche Sanierung an. Schon im letzten Jahr erhielt das Gebäude mit einer Grundfläche von 665 Quadratmetern neue Rolltore für seine vier Hallen. „Wir können hier kein vollisoliertes, beheiztes Gebäude vorhalten“, erklärte Johannes Grebner. Jedoch bringt die Innenisolierung des Daches eine gute Verbesserung, dass sich an der Gebäudedecke kein Kondenswasser mehr sammelt. Und weil das Gebäude schon eingerüstet werden musste, griffen Bauhofmitarbeiter zum Malerpinsel und gaben „ihrem“ Bauhof einen neuen Anstrich in dezentem Grauton.

Mit Blick auf die derzeit von der Gesellschaft und der Politik angestrebte Reduzierung des CO 2 Ausstoßes hat die Gemeinde die Installation einer Photovoltaikanlage auf der rund 650 Quadratmeter großen Dachfläche des Gebäudes beschlossen. Sie wird eine Leistung von 100 Kilowatt Peak haben und somit werden die hier installierten Solarzellen jährlich etwa 80.000 bis 120.000 Kilowatt Stunden Solarstrom liefern. „Dieser wird zum Teil in unserem Bauhof von Maschinen verbraucht, der Überschuss wird in das Stromnetz eingespeist“, berichtet Wolfgang Schürger.

Unterstützt wird die Gemeinde Üchtelhausen bei energetischen Verbesserungen an Gebäuden und Einrichtungen durch die ÜZ Mainfranken, die Unterfränkische Überlandzentrale mit Sitz in Lülsfeld.

Strom für Heizung wird nur wenig für eine Halle verbraucht, die wegen der hier gelagerten Vorräte an Betriebsstoffen für die Bauhofmaschinen frostfrei gehalten wird. Aber auch das Laden von Batterien mancher Gerätschaften ist nötig, denn der Bauhof hat in einer Flächengemeinde der Schweinfurter Rhön mit einer Größe von rund 62 Quadratkilometern und neun Ortsteilen viele Einsatzgebiete. „Wir haben lange Kanalleitungen und wenig Nutzer“, bringt es der Bürgermeister auf den Punkt. Zu den Innerortstraßen kommen Gemeindeverbindungsstraßen nach Ottenhausen, Hoppachshof, Zell und Weipoltshausen. Sechs Friedhöfe, sieben Feuerwehrhäuser neun Spielplätze und eine Kapelle sind von der Gemeinde zu unterhalten.

Dem Bauhof mit seinen zehn Mitarbeitern und zwei Auszubildenden ist auch der gemeindliche Forstbetrieb zugeordnet, der den Gemeindewald mit einer Fläche von rund 500 Hektar in Zusammenarbeit mit einer Forstbetriebsgemeinschaft bewirtschaftet. Daher weiß Johannes Grebner: „Unser Bauhof ist gut beschäftigt“. So stand auch der Gemeinderat hinter dem Beschluss der Renovierung des Gebäudes. Dafür muss die Gemeinde 200 000 Euro aufbringen, ohne jegliche Zuschüsse von staatlicher Seite. Davon entfielen auf die Dachisolierung 85 000 Euro und auf die Photovoltaikanlage 100 000 Euro.

Der gemeindliche Bauhof ist auch Standort für ein Silo für festes und flüssiges Streusalz, das auch der Landkreis Schweinfurt mit nutzt. „Eine gute Kooperation“, findet der Bürgermeister. Denn bei Streueinsatz im Winter müssen die Fahrzeuge des Winterdienstes des Landkreises nicht zum Auftanken nach Niederwerrn in den Kreisbauhof fahren.

Bürgermeister Johannes Grebner freut sich über das baldige Ende der Sanierungsarbeiten am gemeindlichen Bauhofgebäude. „Denn der Bauhof mit seinen Mitarbeitern und seiner Ausstattung ist das Rückgrat der Gemeindeverwaltung“, so die Sicht des Rathauschefs. Im kommenden Jahr ist der Bauhof besonders gefordert, da unter Einbindung der Ortsbevölkerung in Hoppachshof und Weipoltshausen die gemeindlichen Spielplätze neugestaltet werden. „Wir in der Gemeinde wollen, dass die Bevölkerung hier gerne lebt und zufrieden ist“, versichert der Bürgermeister.

 

Ein imposantes Gebäude am nordöstlichen Ortsrand von Hesselbach: Der gemeindliche Bauhof. Foto: Roland Frühwacht

Für unterschiedliche Aufgaben müssen im Bauhof der Gemeinde verschiedene Fahrzeuge vorgehalten werden. Im Bild Bürgermeister Johannes Grebner (links) und Bauhofleiter Wolfgang Schürger. Foto: Roland Frühwacht

 

 

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