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Weipoltshausen stellt die Weichen für die Zukunft
Beim Frühlingsfest an der Eigenheimerhütte in Weipoltshausen stand am 1. Mai nicht nur das gesellige Miteinander im Mittelpunkt – es gab auch einen wichtigen Moment für die Zukunft des Ortes zu feiern: die Übergabe des Dorferneuerungsplans für Weipoltshausen.
Damit ist das Ergebnis eines langen, intensiven und gemeinschaftlichen Prozesses nun sichtbar auf dem Tisch. Der Weg dorthin begann bereits im November 2021 mit einem Grundseminar an der Schule der Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim. Was damals als Auftakt startete, hat sich über Jahre hinweg zu einem breit getragenen Planungsprozess entwickelt – mit Arbeitskreisen, Diskussionen, Ortsbegehungen und einer Exkursion, bei der viele Ideen entstanden sind.
Zur Übergabe kamen Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken mit Nicolai Heim und Gerald Kolb, Bürgermeister Johannes Grebner, das Planungsbüro Schlicht Lamprecht Kern Architekten mit Stefan Schlicht und Evi Mohr sowie Mitglieder des Gemeinderats und Beteiligte aus der Bürgerschaft zusammen.
Gerald Kolb fand dabei sehr persönliche Worte des Dankes: Besonders hob er das Planungsbüro für die engagierte und verlässliche Begleitung hervor – sowohl in den Arbeitskreisen als auch bei der Exkursion. Ebenso dankte er allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit Ideen, Zeit und Blick für ihr Dorf eingebracht haben. Genau dieses Engagement sei es, das Dorferneuerung überhaupt erst lebendig mache. Für das Amt für Ländliche Entwicklung sei klar: Man werde die Gemeinde nun intensiv begleiten und unterstützen, damit aus Ideen konkrete Projekte werden.
Der Dorferneuerungsplan selbst ist dabei weit mehr als ein Papier. Er enthält eine umfassende Bestandsaufnahme und einen klar strukturierten Maßnahmenkatalog, der die wichtigsten Handlungsfelder für die kommenden Jahre definiert und priorisiert. Besonders wichtig: Der Plan wurde bereits offiziell vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken anerkannt.
Auch die finanziellen Perspektiven sind inzwischen konkretisiert. In einem Termin Ende April wurde gemeinsam mit der Gemeinde die Budgetierung besprochen. Auf Grundlage des Maßnahmenkatalogs wird ein voraussichtlicher Fördermittelbedarf von rund 1,7 Millionen Euro angesetzt – unter anderem für zentrale Bereiche wie den Ortskern, das Umfeld von Feuerwehrhaus, Bushaltestelle, Kanal und den Platz an der Kirche.
Bürgermeister Grebner betonte in seiner Ansprache, dass der lange Zeitraum kein Nachteil, sondern eine Investition gewesen sei. Gute Ortsentwicklung brauche Zeit, Beteiligung und den Blick über Einzelmaßnahmen hinaus. Kleine Hindernisse – selbst eine Reifenpanne auf dem Weg zur Veranstaltung – konnten der gemeinsamen Zielrichtung nichts anhaben. Es werde auch deutlich, worum es im Kern geht: um das Leben im Dorf. Treffpunkte, Vereine, gemeinschaftliche Feste wie das Fest am 1. Mai des Eigenheimer e.V. Weipoltshausen – all das macht den ländlichen Raum aus und verleiht ihm seine besondere Stärke.
In den kommenden Wochen folgt eine Projektinformation durch das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken, im Sommer die offizielle Anordnung des Verfahrens. Ab Herbst sollen dann auch erste private Maßnahmen im Sanierungsbereich möglich sein – ein wichtiger Impuls auch für private Bauherren. Zudem steht die Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft für Herbst an. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich jetzt schon bei der Gemeinde melden.
Mit der Übergabe des Dorferneuerungsplans ist der Startschuss für die nächste Phase gefallen: Jetzt geht es darum, aus den vielen Ideen konkrete Veränderungen im Ort werden zu lassen – Schritt für Schritt, gemeinsam und mit Blick auf die Zukunft von Weipoltshausen.
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