Veranstaltungskalender für das Jahr 2026 Donnerstag, 21. Mai 2026 17:57 Veranstaltungen der Gemeinde Üchtelhausen: Stand Juli 2026 Termine 2026 Stand Juli Änderungen im Kalender: - So., 20.09.2026 Wild Run 2026 DJK Üchtelhausen - neue Veranstaltung - Sa., 21.11.2026 (13:30 - 16:00) - Einstimmung auf den Advent - fällt aus - So., 02.08.2026 - Hüttenfest Üchtelhausen - fällt aus Burning Bike Donnerstag, 01. Juli 2021 14:04 Länge: 25 kmDauer: ca. 2,5 hHöhendifferenz: 650 hm Kondition: 3/5Fahrtechnik: 2/5Schwierigkeit: S0/ S1Landschaft: 4/5Eine abwechslungsreich gestaltete Tour führt durch vier Täler. Dabei bringen zwei interessante Trails Fahrspaß und Flow. Burning-Bike Flyer Kartographie: green-solutions GmbH & Co. KG Kartengrundlage: ©ecMaps, ©OpenStreetMap contributors vitaparcours Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:59 Bewegung, Spaß, frische Luft und Natur pur... Der vitaparcours Üchtelhausen bietet auf 2 km Länge eine moderne Fitnessanlage für Anfänger, Wiedereinsteiger, Hobby- und Profisportler mit 19 Stationen im Stengacher Wald - dem Naherholungsgebiet zwischen Schweinfurt und Üchtelhausen. Die einzelnen Übungen werden an jeder Station in Wort und Bild erklärt. Zudem sind diese nach Schwierigkeitsgrad und den Trainingszielen entsprechend farblich unterteilt: blau: Ausdauer gelb: Beweglichkeit, Geschicklichkeit rot: Kraft Hinweis: Das Aufwärmen nicht vergessen! Kontakt: Verein für Gartenbau und Landespflege ÜchtelhausenElisabeth PfrangTel: 09720/ 3176 Flyer vitaparcours Waldlehrpfad Üchtelhausen - Waldentdecken für Groß und Klein Donnerstag, 01. Juli 2021 13:39 Der Waldlehrpfad Üchtelhausen lädt Sie auf ca. 1,5 Kilometer zu einer abwechslungsreichen Waldwanderung ein. An 8 Stationen erfahren Sie mehr über die Baumarten, die Zusammenhänge der Natur und über die Tiere in diesem Wald, wie Igel, Zauneidechsen oder Buntspechte. Hier können Sie mit all Ihren Sinnen Wald erleben und die Natur um sich herum hören, sehen, tasten und riechen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und entdecken Sie rechts und links vom Weg den Üchtelhäuser Wald. Der Waldlehrpfad wurde im Rahmen der Waldneuordnung Üchtelhausen 2 erstellt. Wussten Sie zum Beispiel, dass Totholz voller Leben ist und sich darin zahlreiche Käferarten tummeln? Möchten Sie wissen, was eine Baumscheibe über die Geschichte von Üchtelhausen erzählen kann? Wollten Sie schon immer mal den Geschichten des Waldes lauschen? Mit den Waldmegaphonen können Sie das. Hier steht nicht das Lernen im Vordergrund, sondern das Wahrnehmen mit allen Sinnen. Im gesamten Waldlehrpfadgelände gibt es Lebensorte von Tieren und Pflanzen (Biotope), die Sie erforschen können: Biotopbäume zum Beispiel, also Bäume, die Spechthöhlen oder Spalten für Fledermäuse beherbergen. Steinhaufen, in denen Sie mit ein bisschen Geduld Reptilien, Käfer und andere Insektenarten entdecken können. In den Üchtel-Häusern – Zelten aus Holz – können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bäume und Wald/ Lebensorte (Biotope) Entdecken Sie 12 verschiedene Baumarten im Wald, die mit kleinen Tafeln mit deren Blattform gekennzeichnet sind. Unser Baumarten-Puzzle zeigt Ihnen die im Wald vorgefundenen Bilder und löst den Namen der Baumart auf. Was leisten Bäume? Sie sind weit mehr als der Rohstoff Holz. Bäume haben sehr wichtige Aufgaben. Sie sind wichtige Wasser- und CO2Speicher, natürliche Schattenspender, Energiespeicher und Sauerstoffproduzenten. Ein einziger ausgewachsener Baum erzeugt jeden Tag so viel Sauerstoff wie 10 Menschen zum Atmen brauchen. Lauschen Sie den Geschichten des Waldes an den drei Wald-Megaphonen: Es ist ein Ort, an dem Sie daran erinnert werden, auf die Geräusche der Natur und des Waldes zu hören. „Die Wald-Megaphone, die von Studenten einer Kunstakademie aus Estland entwickelt wurden, sind bislang einmalig in ganz Deutschland“. Wusstest Sie, dass rund die Hälfte aller an Land lebenden Tier- und Pflanzenarten weltweit in Wäldern leben? Erforschen Sie die Lebensorte der Waldbewohner (Nester, Spechthöhlen, Totholz). „Wer wohnt denn da?“ – Finden Sie die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Entdecken Sie mit ein wenig Geduld in Steinhaufen, Hecken, Üchtelbehausung (Biotopstrukturen) Insektenarten, Reptilien und Säugetiere. „Die Tierfiguren wurden von Schülern der Schnitzschule in Empfertshausen angefertigt“. Was erzählt Ihnen die Üchtelhäuser Baumscheibe über die Dorfgeschichte? Waldlehrpfad Flyer Start des Waldlehrpfads:Ecke SchulstraßeAn der Wasserleitung97532 Üchtelhausen Parkmöglichkeiten:An der Grundschule „Schweinfurter Rhön“Schulstraße 2197532 Üchtelhausen Klicken Sie auf die Grafik um zur Google Map zu gelangen. Panoramaweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 15 km Wald & Weite Weg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 10,5 km Apfelweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 18 km (abgekürzt: 9 km) 3-Tälerweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 19 km Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Burning Bike Donnerstag, 01. Juli 2021 14:04 Länge: 25 kmDauer: ca. 2,5 hHöhendifferenz: 650 hm Kondition: 3/5Fahrtechnik: 2/5Schwierigkeit: S0/ S1Landschaft: 4/5Eine abwechslungsreich gestaltete Tour führt durch vier Täler. Dabei bringen zwei interessante Trails Fahrspaß und Flow. Burning-Bike Flyer Kartographie: green-solutions GmbH & Co. KG Kartengrundlage: ©ecMaps, ©OpenStreetMap contributors vitaparcours Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:59 Bewegung, Spaß, frische Luft und Natur pur... Der vitaparcours Üchtelhausen bietet auf 2 km Länge eine moderne Fitnessanlage für Anfänger, Wiedereinsteiger, Hobby- und Profisportler mit 19 Stationen im Stengacher Wald - dem Naherholungsgebiet zwischen Schweinfurt und Üchtelhausen. Die einzelnen Übungen werden an jeder Station in Wort und Bild erklärt. Zudem sind diese nach Schwierigkeitsgrad und den Trainingszielen entsprechend farblich unterteilt: blau: Ausdauer gelb: Beweglichkeit, Geschicklichkeit rot: Kraft Hinweis: Das Aufwärmen nicht vergessen! Kontakt: Verein für Gartenbau und Landespflege ÜchtelhausenElisabeth PfrangTel: 09720/ 3176 Flyer vitaparcours Waldlehrpfad Üchtelhausen - Waldentdecken für Groß und Klein Donnerstag, 01. Juli 2021 13:39 Der Waldlehrpfad Üchtelhausen lädt Sie auf ca. 1,5 Kilometer zu einer abwechslungsreichen Waldwanderung ein. An 8 Stationen erfahren Sie mehr über die Baumarten, die Zusammenhänge der Natur und über die Tiere in diesem Wald, wie Igel, Zauneidechsen oder Buntspechte. Hier können Sie mit all Ihren Sinnen Wald erleben und die Natur um sich herum hören, sehen, tasten und riechen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und entdecken Sie rechts und links vom Weg den Üchtelhäuser Wald. Der Waldlehrpfad wurde im Rahmen der Waldneuordnung Üchtelhausen 2 erstellt. Wussten Sie zum Beispiel, dass Totholz voller Leben ist und sich darin zahlreiche Käferarten tummeln? Möchten Sie wissen, was eine Baumscheibe über die Geschichte von Üchtelhausen erzählen kann? Wollten Sie schon immer mal den Geschichten des Waldes lauschen? Mit den Waldmegaphonen können Sie das. Hier steht nicht das Lernen im Vordergrund, sondern das Wahrnehmen mit allen Sinnen. Im gesamten Waldlehrpfadgelände gibt es Lebensorte von Tieren und Pflanzen (Biotope), die Sie erforschen können: Biotopbäume zum Beispiel, also Bäume, die Spechthöhlen oder Spalten für Fledermäuse beherbergen. Steinhaufen, in denen Sie mit ein bisschen Geduld Reptilien, Käfer und andere Insektenarten entdecken können. In den Üchtel-Häusern – Zelten aus Holz – können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bäume und Wald/ Lebensorte (Biotope) Entdecken Sie 12 verschiedene Baumarten im Wald, die mit kleinen Tafeln mit deren Blattform gekennzeichnet sind. Unser Baumarten-Puzzle zeigt Ihnen die im Wald vorgefundenen Bilder und löst den Namen der Baumart auf. Was leisten Bäume? Sie sind weit mehr als der Rohstoff Holz. Bäume haben sehr wichtige Aufgaben. Sie sind wichtige Wasser- und CO2Speicher, natürliche Schattenspender, Energiespeicher und Sauerstoffproduzenten. Ein einziger ausgewachsener Baum erzeugt jeden Tag so viel Sauerstoff wie 10 Menschen zum Atmen brauchen. Lauschen Sie den Geschichten des Waldes an den drei Wald-Megaphonen: Es ist ein Ort, an dem Sie daran erinnert werden, auf die Geräusche der Natur und des Waldes zu hören. „Die Wald-Megaphone, die von Studenten einer Kunstakademie aus Estland entwickelt wurden, sind bislang einmalig in ganz Deutschland“. Wusstest Sie, dass rund die Hälfte aller an Land lebenden Tier- und Pflanzenarten weltweit in Wäldern leben? Erforschen Sie die Lebensorte der Waldbewohner (Nester, Spechthöhlen, Totholz). „Wer wohnt denn da?“ – Finden Sie die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Entdecken Sie mit ein wenig Geduld in Steinhaufen, Hecken, Üchtelbehausung (Biotopstrukturen) Insektenarten, Reptilien und Säugetiere. „Die Tierfiguren wurden von Schülern der Schnitzschule in Empfertshausen angefertigt“. Was erzählt Ihnen die Üchtelhäuser Baumscheibe über die Dorfgeschichte? Waldlehrpfad Flyer Start des Waldlehrpfads:Ecke SchulstraßeAn der Wasserleitung97532 Üchtelhausen Parkmöglichkeiten:An der Grundschule „Schweinfurter Rhön“Schulstraße 2197532 Üchtelhausen Klicken Sie auf die Grafik um zur Google Map zu gelangen. Panoramaweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 15 km Wald & Weite Weg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 10,5 km Apfelweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 18 km (abgekürzt: 9 km) 3-Tälerweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 19 km Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
vitaparcours Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:59 Bewegung, Spaß, frische Luft und Natur pur... Der vitaparcours Üchtelhausen bietet auf 2 km Länge eine moderne Fitnessanlage für Anfänger, Wiedereinsteiger, Hobby- und Profisportler mit 19 Stationen im Stengacher Wald - dem Naherholungsgebiet zwischen Schweinfurt und Üchtelhausen. Die einzelnen Übungen werden an jeder Station in Wort und Bild erklärt. Zudem sind diese nach Schwierigkeitsgrad und den Trainingszielen entsprechend farblich unterteilt: blau: Ausdauer gelb: Beweglichkeit, Geschicklichkeit rot: Kraft Hinweis: Das Aufwärmen nicht vergessen! Kontakt: Verein für Gartenbau und Landespflege ÜchtelhausenElisabeth PfrangTel: 09720/ 3176 Flyer vitaparcours Waldlehrpfad Üchtelhausen - Waldentdecken für Groß und Klein Donnerstag, 01. Juli 2021 13:39 Der Waldlehrpfad Üchtelhausen lädt Sie auf ca. 1,5 Kilometer zu einer abwechslungsreichen Waldwanderung ein. An 8 Stationen erfahren Sie mehr über die Baumarten, die Zusammenhänge der Natur und über die Tiere in diesem Wald, wie Igel, Zauneidechsen oder Buntspechte. Hier können Sie mit all Ihren Sinnen Wald erleben und die Natur um sich herum hören, sehen, tasten und riechen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und entdecken Sie rechts und links vom Weg den Üchtelhäuser Wald. Der Waldlehrpfad wurde im Rahmen der Waldneuordnung Üchtelhausen 2 erstellt. Wussten Sie zum Beispiel, dass Totholz voller Leben ist und sich darin zahlreiche Käferarten tummeln? Möchten Sie wissen, was eine Baumscheibe über die Geschichte von Üchtelhausen erzählen kann? Wollten Sie schon immer mal den Geschichten des Waldes lauschen? Mit den Waldmegaphonen können Sie das. Hier steht nicht das Lernen im Vordergrund, sondern das Wahrnehmen mit allen Sinnen. Im gesamten Waldlehrpfadgelände gibt es Lebensorte von Tieren und Pflanzen (Biotope), die Sie erforschen können: Biotopbäume zum Beispiel, also Bäume, die Spechthöhlen oder Spalten für Fledermäuse beherbergen. Steinhaufen, in denen Sie mit ein bisschen Geduld Reptilien, Käfer und andere Insektenarten entdecken können. In den Üchtel-Häusern – Zelten aus Holz – können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bäume und Wald/ Lebensorte (Biotope) Entdecken Sie 12 verschiedene Baumarten im Wald, die mit kleinen Tafeln mit deren Blattform gekennzeichnet sind. Unser Baumarten-Puzzle zeigt Ihnen die im Wald vorgefundenen Bilder und löst den Namen der Baumart auf. Was leisten Bäume? Sie sind weit mehr als der Rohstoff Holz. Bäume haben sehr wichtige Aufgaben. Sie sind wichtige Wasser- und CO2Speicher, natürliche Schattenspender, Energiespeicher und Sauerstoffproduzenten. Ein einziger ausgewachsener Baum erzeugt jeden Tag so viel Sauerstoff wie 10 Menschen zum Atmen brauchen. Lauschen Sie den Geschichten des Waldes an den drei Wald-Megaphonen: Es ist ein Ort, an dem Sie daran erinnert werden, auf die Geräusche der Natur und des Waldes zu hören. „Die Wald-Megaphone, die von Studenten einer Kunstakademie aus Estland entwickelt wurden, sind bislang einmalig in ganz Deutschland“. Wusstest Sie, dass rund die Hälfte aller an Land lebenden Tier- und Pflanzenarten weltweit in Wäldern leben? Erforschen Sie die Lebensorte der Waldbewohner (Nester, Spechthöhlen, Totholz). „Wer wohnt denn da?“ – Finden Sie die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Entdecken Sie mit ein wenig Geduld in Steinhaufen, Hecken, Üchtelbehausung (Biotopstrukturen) Insektenarten, Reptilien und Säugetiere. „Die Tierfiguren wurden von Schülern der Schnitzschule in Empfertshausen angefertigt“. Was erzählt Ihnen die Üchtelhäuser Baumscheibe über die Dorfgeschichte? Waldlehrpfad Flyer Start des Waldlehrpfads:Ecke SchulstraßeAn der Wasserleitung97532 Üchtelhausen Parkmöglichkeiten:An der Grundschule „Schweinfurter Rhön“Schulstraße 2197532 Üchtelhausen Klicken Sie auf die Grafik um zur Google Map zu gelangen. Panoramaweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 15 km Wald & Weite Weg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 10,5 km Apfelweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 18 km (abgekürzt: 9 km) 3-Tälerweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 19 km Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Waldlehrpfad Üchtelhausen - Waldentdecken für Groß und Klein Donnerstag, 01. Juli 2021 13:39 Der Waldlehrpfad Üchtelhausen lädt Sie auf ca. 1,5 Kilometer zu einer abwechslungsreichen Waldwanderung ein. An 8 Stationen erfahren Sie mehr über die Baumarten, die Zusammenhänge der Natur und über die Tiere in diesem Wald, wie Igel, Zauneidechsen oder Buntspechte. Hier können Sie mit all Ihren Sinnen Wald erleben und die Natur um sich herum hören, sehen, tasten und riechen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und entdecken Sie rechts und links vom Weg den Üchtelhäuser Wald. Der Waldlehrpfad wurde im Rahmen der Waldneuordnung Üchtelhausen 2 erstellt. Wussten Sie zum Beispiel, dass Totholz voller Leben ist und sich darin zahlreiche Käferarten tummeln? Möchten Sie wissen, was eine Baumscheibe über die Geschichte von Üchtelhausen erzählen kann? Wollten Sie schon immer mal den Geschichten des Waldes lauschen? Mit den Waldmegaphonen können Sie das. Hier steht nicht das Lernen im Vordergrund, sondern das Wahrnehmen mit allen Sinnen. Im gesamten Waldlehrpfadgelände gibt es Lebensorte von Tieren und Pflanzen (Biotope), die Sie erforschen können: Biotopbäume zum Beispiel, also Bäume, die Spechthöhlen oder Spalten für Fledermäuse beherbergen. Steinhaufen, in denen Sie mit ein bisschen Geduld Reptilien, Käfer und andere Insektenarten entdecken können. In den Üchtel-Häusern – Zelten aus Holz – können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bäume und Wald/ Lebensorte (Biotope) Entdecken Sie 12 verschiedene Baumarten im Wald, die mit kleinen Tafeln mit deren Blattform gekennzeichnet sind. Unser Baumarten-Puzzle zeigt Ihnen die im Wald vorgefundenen Bilder und löst den Namen der Baumart auf. Was leisten Bäume? Sie sind weit mehr als der Rohstoff Holz. Bäume haben sehr wichtige Aufgaben. Sie sind wichtige Wasser- und CO2Speicher, natürliche Schattenspender, Energiespeicher und Sauerstoffproduzenten. Ein einziger ausgewachsener Baum erzeugt jeden Tag so viel Sauerstoff wie 10 Menschen zum Atmen brauchen. Lauschen Sie den Geschichten des Waldes an den drei Wald-Megaphonen: Es ist ein Ort, an dem Sie daran erinnert werden, auf die Geräusche der Natur und des Waldes zu hören. „Die Wald-Megaphone, die von Studenten einer Kunstakademie aus Estland entwickelt wurden, sind bislang einmalig in ganz Deutschland“. Wusstest Sie, dass rund die Hälfte aller an Land lebenden Tier- und Pflanzenarten weltweit in Wäldern leben? Erforschen Sie die Lebensorte der Waldbewohner (Nester, Spechthöhlen, Totholz). „Wer wohnt denn da?“ – Finden Sie die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Entdecken Sie mit ein wenig Geduld in Steinhaufen, Hecken, Üchtelbehausung (Biotopstrukturen) Insektenarten, Reptilien und Säugetiere. „Die Tierfiguren wurden von Schülern der Schnitzschule in Empfertshausen angefertigt“. Was erzählt Ihnen die Üchtelhäuser Baumscheibe über die Dorfgeschichte? Waldlehrpfad Flyer Start des Waldlehrpfads:Ecke SchulstraßeAn der Wasserleitung97532 Üchtelhausen Parkmöglichkeiten:An der Grundschule „Schweinfurter Rhön“Schulstraße 2197532 Üchtelhausen Klicken Sie auf die Grafik um zur Google Map zu gelangen. Panoramaweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 15 km Wald & Weite Weg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 10,5 km Apfelweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 18 km (abgekürzt: 9 km) 3-Tälerweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 19 km Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Panoramaweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 15 km Wald & Weite Weg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 10,5 km Apfelweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 18 km (abgekürzt: 9 km) 3-Tälerweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 19 km Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Wald & Weite Weg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 10,5 km Apfelweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 18 km (abgekürzt: 9 km) 3-Tälerweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 19 km Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Apfelweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 18 km (abgekürzt: 9 km) 3-Tälerweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 19 km Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
3-Tälerweg Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke ca. 19 km Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Schweinfurter Oberland - Tour 1 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 SWO Tour 1a: 21,7 km SWO Tour 1b: 18,4 km SWO Tour 1c: 20 km Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Schweinfurter Oberland - Tour 2 Donnerstag, 01. Juli 2021 13:19 Strecke: 18 km Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Bauernmuseum Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 13:10 Eine Reise in die Vergangenheit des dörflichen Lebens! Erleben Sie einen Einblick in das häusliche Leben in Bauernfamilien auf dem Dorf. Eine Führung durch das Bauernmuseum steht ganz unter dem Motto „Kochen“. Kinder dürfen aktiv werden und an alten Küchengeräten drehen, kurbeln. Das Bauernmuseum gibt es bereits seit 1992. Neben vielen besonderen Exponaten sind Hufeisen vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), eine Jesusfigur von 1738 und Flachsrechen von 1844 besonders nennenswert.Das Museum ist auf Gruppenanfrage geöffnet. An den jährlichen Aktionstagen "Museumstag" und "Tag des offenen Denkmals" öffnet das Museum meist seine Tore. Adresse:Ortsstraße 897532 Üchtelhausen Kontakt:Albin MayTel. 09720/ 1852E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Zell Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich mit einem Verweis auf eine klösterliche Zweigniederlassung im Jahre 823. In der Gemarkung Zell lag das untergegangene Dorf Lauerbach, das um 1425 schon als Wüstung bezeichnet wurde. Wegen der ausgeprägten Tallage Zells kam es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Hochwässern im Ortsbereich. Die Bodenqualität der nähern Umgebung sorgt dafür, dass nur wenig Wasser versickern kann. Das Oberflächenwasser fließt dann im Norden des Ortes an den Einmündungen des Weipoltshäuser Grundes und des Jeusinggrundes zusammen. An dieser Stelle hat die Gemeinde mit finanzieller und fachlicher Hilfe des Freistaates Bayern nun einen Hochwasserdamm mit Kosten von rund 2,25 Mio. € errichtet. Dieser schützt nun den Gemeindeteil Zell vor den Wassermassen. Ein besonderes Schmuckstück in der evangelischen Kirchengeschichte Bayerns stellt das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus dar. Besondere Erwähnung sollte hier das alte Pfarrhaus in der Friedhofstraße finden, welches im Jahre 1604 erbaut wurde und somit zu den ältesten evangelischen Pfarrhäusern in Bayern zählt. Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Weipoltshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:05 Das auf 313 Höhenmetern liegende Dorf wurde erstmals im Jahre 1313 urkundlich erwähnt. Topografisch liegt der Ort in einem Tal, umfasst von Feldern und großen Waldflächen. Der Waldname des nahen Jeusing erinnert noch heute an einen zwischen 1440 und 1445 untergegangenen Ort namens Jeusungen oder Geusungen. Das ehemals gemeindefreie Gebiet wurde nach der Gemeindegebietsreform dem Weipoltshäuser Gebiet zugeschlagen; es bildet aber noch eine eigenständige Gemarkung. Hier liegt der ehemalige Truppenübungsplatz Brönnhof, der zum Nationalen Naturerbe erklärt wurde. Der Name Brönnhof Namen von einem früheren, außer den Grundmauern verschwundenen Hof. An ihn erinnern noch ein Gedenkstein und ein Sühnekreuz. Den Ort selbst prägt ein offenes Gerinne, der den Dorfbach fasst, aufgestaut dient er der Feuerwehr als Löschwasserreserve. Der Dorfplatz wird durch das Feuerwehrhaus und die alte Schule geprägt. Letztere wird durch Eigenleistung der Ortskirche wieder in Schuss gebracht. Leicht versteckt etwas abseits des Dorfplatzes findet sich das Schmuckstück des Ortes: Die evangelische Kirche St. Bartholomäus. Diese Kirche gilt wegen ihrer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Renaissance als eine der schönsten evangelischen Dorfkirchen in weitem Umkreis von Schweinfurt. Im Jahre 1554 wurde die Kirche stark beschädigt. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1589. Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 1500 gegossene Marienglocke. Die 1701 erbaute Orgel ist seitdem noch heute in Betrieb. Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:04 An der Nahtstelle zweier Täler (der Höll aus Richtung Schweinfurt und dem Hoppachgrund) hat sich auf ca. 322 Höhenmetern mit Üchtelhausen der größte Gemeindeteil der Gemeinde entwickelt. Der weithin als „Üchtelstücht“ bekannte Ort spielt mit seinem mundartlichen Namen auf die kesselartige Lage des Dorfes an. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Üchtelhausens stammt aus dem Jahre 1194. Beeindruckend ist die Kirche „St. Jakobus und St. Katharina“. Hier wurde der schwierige Drahtseilakt zur Kombinierung einer mittelalterlichen Kuratiekirche aus dem Jahre 1687 mit einem modernen Kirchenbau vorbildlich geschaffen. Gekonnt wurde die barocke Kirchengestaltung des alten Kirchenteils mit einem zweckmäßigen Kirchenraum für ca. 400 Kirchgänger integriert. Die Gestaltung des Altarbereichs im Anbau wurde vom örtlichen Künstler und Bildhauer Peter Vollert vorgenommen. Ein weiteres Schmuckstück stellt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1721 dar. Der schöne Fachwerkbau am Kirchberg beherbergt heute eine Arztpraxis. Den nahen Marienplatz schmückt eine Mariensäule. An der Kreuzung Ortsstraße/Hausener Straße befindet sich der Dorfbrunnen mit der Figur eines Schreiners und eines Geißbocks. Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Thomashof Donnerstag, 01. Juli 2021 12:02 Thomashof gehört mit knapp 40 Einwohnern neben Ottenhausen zu den kleinsten Gemeindeteilen. Eher unscheinbar liegt der Weiler an der Staatstraße 2280. Besonders reizvoll ist das Gebäude mit dem Fachwerkobergeschoss und dem Mansardendach auf dem Grundstück Königshofener Straße 5. Das ehemals als Gaststätte genutzte Haus wurde erstmals 1774 bezogen und sorgte vor allem bei Durchreisenden auf dem Weg von Bad Königshofen nach Schweinfurt für stärkende Einkehr. Inzwischen wird das Wohnhaus überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Obwohl der Gemeindeteil nur wenige Einwohner zählt, halten diese regelmäßig ein Seefest ab, um so auch Mitbürger aus den anderen Gemeindeteilen nach Thomashof zu locken. Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Ottenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:01 Der kleinste Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen liegt auf ca. 315 Höhenmetern und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 811 gilt Ottenhausen als der älteste der neun Gemeindeteile. Besonders auf Wanderer übt die Lage Ottenhausens in einem Talkessel mit den umliegenden Wäldern und der Nähe zu Löffelsterz und Reichmannshausen einen besonderen Reiz aus. Das eher beschauliche Leben in Ottenhausen wird alljährlich am 1. Mai durch das Fest der Sängerfreunde Hesselbach an der Tannenberghütte unterbrochen. Zu diesem Ereignis werden die gut ausgebauten Wanderwege von Schweinfurt aus stark genutzt, um in Ottenhausen auf eine Erfrischung einzukehren und den Rückweg gestärkt antreten zu können. Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Madenhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 12:00 Madenhausen scheint um das Jahr 1198 entstanden zu sein. Zumindest besagen das die ersten urkundlichen Erwähnungen. Mit ca. 356 Höhenmetern liegt der Ort in einer Talmulde der „Schweinfurter Rhön“ an der Kreisstraße in Richtung Maßbach. Besondere Erwähnung findet in der Geschichte Madenhausens die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631. In dieser Nacht schlug der siegreiche Schwedenkönig Gustav Adolf sein Lager im Ort auf um anschließend am nächsten Tage die Stadt Schweinfurt einzunehmen. Von dem Gebäude, in dem Gustav Adolf nächtigte ist heute nichts mehr übrig. Ortsbildprägend ist das evangelische neuromanische Kirchengebäude mit Dachreiter, das im Jahre 1852 an die Ortsbevölkerung übergeben wurde. Typisch für die fränkische Region sind die schmucken Fachwerkhäuser in der Petersgasse und der Gustav-Adolf-Str. aus dem 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft spielt in Madenhausen fast keine Rolle mehr. Einheimische Landwirte sind nur noch schwer zu finden. Mit dem „Madenhäusle“ in der Gustav-Adolf-Str. findet der Hungrige gute Einkehrmöglichkeiten. Besonders reizvoll liegt der Madenhäuser See direkt am Ortseingang von Volkerhausen aus kommend. Von Weipoltshausen aus kommend hat man bei klarem Wetter eine hervorragende Sicht bis in die Rhön und auf den Thüringer Wald. Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Hoppachshof Donnerstag, 01. Juli 2021 11:57 Die erste urkundliche Erwähnung des Gemeindeteils Hoppachshof ist auf das Jahr 823 zurückzuverfolgen. Bei dieser ersten Erwähnung in den Geschichtsbüchern handelte es sich jedoch um das alte Hoppach. Dieses alte Dorf ist um 1509 als Wüstung bezeichnet worden und somit untergegangen. Nun liegt das alte Hoppach in der Gemarkung Weipoltshausen, wohingegen Hoppachshof selbst zur Gemarkung Hesselbach gehört. Der eigentliche Ort wurde um 1570 an seiner heutigen Stelle neu errichtet. Das Ortsbild prägen die Kapelle in der Schönbornstraße, die 1905 erbaut wurde und das Fachwerkhaus Fichtenbuschstr. 1 aus dem Jahre 1740. Aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Staatstraße 2280 ist Schweinfurt von Hoppachshof aus in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dies ist wohl ein Grund für den Bauboom, den Hoppachshof in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Vom kleinen Weiler mit wenigen Einwohnern hat sich Hoppachshof nun zu einem stattlichen Dorf mit regem Vereinsleben entwickelt. Letzteres findet am ersten Augustwochenende jeden Jahres seine Demonstration: die weithin bekannte „Hoppicher Kirchweih“. Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Hesselbach Donnerstag, 01. Juli 2021 11:56 Hesselbach wurde erstmals im Jahre 1244 urkundlich erwähnt und ist neben Hoppachshof und Löffelsterz mit ca. 376 Höhenmetern eines der höchstgelegenen Dörfer im Landkreis Schweinfurt. Damit ist auch das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu den übrigen Gemeinden im Landkreis zu erklären. Mit vielen kleineren und größeren Biotopen zählt die Gemarkung Hesselbach zu den artenreichsten Gebieten des Landkreises Schweinfurt. Damit sichert die Gemeinde Üchtelhausen aktiv den Fortbestand und die Erholung mancher bedrohter Pflanzen und Tiere. Die Prägung des Ortes durch die katholische Kirche lässt sich anhand des renovierten Kirchenbaus „St. Philippus“ und den zahlreichen Feldkreuzen in der Hesselbacher Flur erkennen. In Hesselbach sind die meisten Gewerbebetriebe der Gemeinde zu finden. Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Der Gemeindeteil Ebertshausen Donnerstag, 01. Juli 2021 11:53 Der auf ca. 350 Höhenmeter liegende Gemeindeteil Ebertshausen wurde erstmalig im Jahre 825 urkundlich erwähnt. In unmittelbarer Nähe von Ebertshausen liegt das Naherholungsgebiet des Ellertshäuser Sees. Den Namen erhielt dieses durch einen Staudamm hergestellte künstliche Gewässer durch das um 1500 untergegangene Dorf an gleicher Stelle. Der See liegt zum Großteil auf dem Gebiet des Marktes Stadtlauringen. Aufgrund der guten Bodenqualitäten in der Gemarkung Ebertshausen sind in diesem Gemeindeteil noch die meisten landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb zu finden. Ebertshausen kann die höchste Zahl von geschützten Denkmälern vorweisen. Eine Vielzahl Fachwerkbauten zeigen die Art der fränkischen Bauweise des 17. und 18. Jahrhunderts. Besondere Erwähnung findet hier die katholische Chorturmkirche „St. Margaretha“ aus dem Jahre 1613. Das Gemeinschaftsleben wird durch die örtlichen Vereine wie dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Insbesondere die Jugendfeuerwehr Ebertshausen ist mittlerweile aufgrund der guten Leistungen bei landesweiten Vergleichen in ganz Bayern bekannt. Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Eine herrliche Naturlandschaft lädt ein... Donnerstag, 01. Juli 2021 11:46 Die Gemeinde Üchtelhausen mit ihren neun charmanten Gemeindeteilen liegt nördlich der Stadt Schweinfurt. Ein regelrechtes Landschaftsidyll inmitten der sog. "Schweinfurter Rhön" erwartet den Besucher. Eine reizvolle hügelige Landschaft (238 m - 421 m ü. NN), viel Wald und geschützte Naturräume laden zu Streifzügen auf dem Rad- und Wanderwegenetz ein. Herrliche Ausblicke in den Naturpark Haßberge kann der Besucher zum Beispiel auf dem Panoramaweg (15 km) genießen. Ein weiterer Wanderweg ist der Wald & Weite Weg (10,5 km), der die Orte Hesselbach und Ebertshausen verbindet. Durch die Gemeinde verlaufen zudem die SWO Tour 1 und die SWO Tour 2, die als Streckenwanderwege zu längeren Touren einladen. Wanderwege in Üchtelhausen Unweit des Ortsteils Ebertshausen liegt der Ellertshäuser See - der größte See Unterfrankens - der mit seinem vielseitigen Angebot an Bade- und Wassersportmöglichkeiten sowie Nordic Walking-Laufstrecken und Anschluss an das Rad- und Wanderwegenetz wartet. Sportbegeisterte können sich auf dem vitaparcours Üchtelhausen (Trimm-Dich-Pfad) so richtig verausgaben und im Anschluss das Kneipp-Becken durchwaten. Auch kulturell hat die Gemeinde viel zu bieten. Über das Jahr hinweg werden vielerlei Veranstaltungen wie traditionelle Feste, Konzerte, Theateraufführungen etc. angeboten. Historische Gebäude, wie das älteste evang. Pfarrhaus Bayerns im Ortsteil Zell, bezeugen eindrucksvoll eine vielfältige Kulturlandschaft. Die "Alte Kirchbergschule" in Üchtelhausen ist bekannt als kleines Kulturzentrum der Gemeinde. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte sowie Kunst-Workshops statt. Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Land erfahren Besucher bei einer Gästeführung im Bauernmuseum Üchtelhausen. Gasthöfe wie "Äs Madenhäusle" - Mundartwirtshaus im Ortsteil Madenhausen - oder der "Gasthof Zellertal" - bekannt für seine "Original Schweinfurter Schlachtschüssel" - laden zu typisch fränkischem Genuss und viel Unterhaltung ein. Bekannt ist auch die "Tannenberghütte", eine kleine Wanderhütte im Weiler Ottenhausen, die an Donnerstagen und Sonntagen die Pforten für Gäste öffnet. Übernachtungsmöglichkeit bieten Ferienwohnungen mit persönlicher Atmosphäre. Gastgeber in Üchtelhausen Die Gemeinde Üchtelhausen heißt Sie gerne willkommen! Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Pflegeberatung Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Pflegeberatung und -koordination Der Pflegestützpunkt Schweinfurt ist seit 01.07.2011 Anlaufstelle in Stadt und Landkreis Schweinfurt für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Bei der Suche nach ambulanten Pflegediensten unterstützt Sie der AOK Pflegenavigator. Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Informationen für Eltern und Tagespflegepersonen Donnerstag, 01. Juli 2021 10:06 Kindertagespflege ist die regelmäßige, stundenweise bis ganztägige Betreuung eines Kindes durch eine Tagespflegeperson. Die Kindertagespflege findet in der Regel im Haushalt der Tagespflegeperson statt wird vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises Schweinfurt finanziert. Die Eltern beteiligen sich mit einem Kostenbeitrag, dessen Höhe sich an den Elternbeiträgen der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schweinfurt orientiert. Tagespflegepersonen sind qualifiziert und haben eine Pflegeerlaubnis vom Amt für Jugend und Familie erhalten. Die Tagespflegepersonen haben einen Kurs „Erste Hilfe am Kind“ absolviert, sowie ein ärztliches Attest und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt Nähere Information: Landratsamt Schweinfurt Amt für Jugend und Familie Fachdienst Kindertagespflege Schrammstr. 1, 97421 Schweinfurt Telefon: 09721/55-720 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Oder unter folgendem Link: https://www.landkreis-schweinfurt.de/service-infos Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe. Rathaus & Politik GrußwortAktuellesTermine Einwohnermelde-/GewerbeamtGemeindeblattGemeinderatMitgliederBeauftragteAusschussbesetzungWahlergebnis 2026EntwicklungskonzeptInformationZukunftsstrategieHandlungsschritteRathausÖffnungszeitenFundsachenFormulareBürgerservice PortalStandesamtOrtsrechtStellenangebote
Die Geschichte von Üchtelhausen Donnerstag, 01. Juli 2021 09:44 Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt. Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw) Prähistorische Funde Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin. Erste urkundliche Erwähnungen Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden. Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen. 1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach. Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt. Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab. Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war. Die Henneberger Zeit Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete. Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt. Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt. 1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt. Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen. Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb. Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen. Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg. 1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt. Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin. 1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen. Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte. In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen. Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten. 1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken. Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ. Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen. 1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst. Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen. Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften. Üchtelhausen wird Bayerisch Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften. Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist. Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu. Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt. Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen. Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet. Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert. 1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet. 1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben. Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa. Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet. Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen. Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie. Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe.