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GEMEINDE ÜCHTELHAUSEN

Aktuelles

Sanierung des Gemeindehauses Madenhausen schreitet voran

 Gemeinsam für ein zukunftsfähiges Dorfzentrum

Was ursprünglich als kleinere Sanierungsmaßnahme gedacht war, hat sich im Laufe der Planungen zu einer deutlich umfangreicheren Modernisierung des Gemeindehauses in Madenhausen erweitert. Seit 2020 gibt es Gespräche zur Umgestaltung des Gemeindehauses. Ursprünglich war lediglich eine kleine Sanierung in Höhe von rund 20.000 Euro vorgesehen. Durch die sich eröffnenden Fördermöglichkeiten sowie die Gespräche im Vereinsring entwickelte sich das Vorhaben jedoch Schritt für Schritt weiter. Aus einer punktuellen Erneuerung wurde eine umfassendere Modernisierung. Seit Juni 2025 wird nun gebaut. Damit wird deutlich: Im Gemeindehaus wird nicht nur „etwas ausgebessert“ – hier entsteht ein nachhaltiger Mittelpunkt des Dorflebens.

Mit dem offiziellen Start der Dacharbeiten im vergangenen Jahr wurde ein bedeutender Meilenstein gesetzt – seither hat sich auf der Baustelle viel getan. Trotz unvorhergesehener Herausforderungen liegt das Projekt weiterhin auf einem guten Weg. Das Gemeindehaus ist seit jeher ein zentraler Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Umso wichtiger ist es, das Gebäude nicht nur baulich zu modernisieren, sondern es auch funktional und energetisch für kommende Generationen fit zu machen. Neben der Sanierung des Bestands entsteht ein Anbau mit Foyer und zeitgemäßen Sanitäranlagen: Künftig stehen dort ein Damen-WC, ein Herren-WC sowie ein barrierefreies WC zur Verfügung. Zudem wird ein barrierefreier Zugang geschaffen, um allen Bürgerinnen und Bürgern eine uneingeschränkte Nutzung zu ermöglichen.

Unvorhergesehene Arbeiten und witterungsbedingte Verzögerungen

Wer Erfahrung mit der Sanierung eines älteren Gebäudes hat, weiß, dass Überraschungen fast dazugehören – manches zeigt sich eben erst, wenn die Arbeiten beginnen. Im Zuge der Dachsanierung wurden zusätzliche Maßnahmen erforderlich: Bei den Arbeiten stellte sich heraus, dass einzelne Dachbalken stark geschädigt und deshalb verstärkt werden mussten. Zudem mussten auch Deckenbalken im Bereich eines älteren Wasserschadens saniert werden. Diese statische Anpassung war im Vorfeld nicht absehbar, jedoch notwendig, um die Tragfähigkeit dauerhaft zu sichern. Darüber hinaus wurde entschieden, das Dach künftig mit einer Photovoltaikanlage auszustatten – ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Auch die Witterung stellte das Projekt vor Herausforderungen. Schneetage verzögerten insbesondere die Arbeiten am Flach- und Steildach. Inzwischen ist das Dach vollständig neu gedeckt. Auf dem Anbau entsteht ein Gründach, das sowohl ökologisch als auch gestalterisch einen Mehrwert bietet.

Deutliche Fortschritte im Bauablauf

Der Anbau ist mittlerweile errichtet, die neuen Fenster im gesamten Gebäude wurden eingebaut. Die neue Treppe ins Obergeschoss, die zuvor aus Holz bestand, wurde in Beton ausgeführt und sorgt nun für eine langlebige und sichere Erschließung. Die Bestandselektrik im gesamten Gebäude wurde geprüft und bereits großteils erneuert. Die Hausanschlüsse für das Gebäude und die Sirenen wurden nach außen verlegt. Sowohl der Abwasseranschluss als auch der Hauswasseranschluss wurden umgebaut.

Auch im Bereich der Heiztechnik gab es eine nachhaltige Lösung: Der gemeindliche Bauhof hat eine gebrauchte Pelletsheizung eingebaut und übernimmt derzeit die Verlegung der notwendigen Zuleitungen. Im Erdgeschoss wurden die bisherigen WC-Räume und Abstellräume zurückgebaut und zu Lagerflächen und einer Getränketheke umgebaut. Der geplante Anbau ergänzt das Raumkonzept wie vorgesehen.

Sämtliche Ausbaugewerke – darunter Elektrik, Sanitär, Sockelputzarbeiten, Trockenbau-, Maler- und Putzarbeiten, Estricharbeiten, Fliesenarbeiten sind inzwischen vergeben. Als nächster Schritt steht der Trockenbau im Anbau an. Noch ausstehende Nebengewerke sind unter anderem die Innentüren, der Vinylboden im Versammlungsraum, WC-Trennwände sowie Arbeiten im Bereich Zugang und Straßenrinne. Die neue Haustür wird bewusst erst zum Abschluss der Bauarbeiten eingesetzt.

Starke Gemeinschaft als Fundament des Projekts

Seit Beginn der Maßnahme finden regelmäßig Baubesprechungen statt, an denen Vertreterinnen und Vertreter der Dorfgemeinschaft, der Verwaltung sowie das Ingenieurbüro Hatwieger Beraten + Planen aus Üchtelhausen beteiligt sind. Besonders hervorzuheben ist das Engagement des Vereinsrings und der zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich Woche für Woche aktiv einbringen und bei vielen Arbeiten tatkräftig unterstützen.

Bürgermeister Johannes Grebner betont: „Die Sanierung des Gemeindehauses ist ein starkes Gemeinschaftsprojekt. Trotz zusätzlicher Herausforderungen zeigt sich, wie groß der Zusammenhalt in Madenhausen ist. Dieses Engagement macht deutlich, welchen Stellenwert das Gemeindehaus für das Dorf hat. Gemeinsam schaffen wir hier einen modernen, barrierefreien und nachhaltigen Ort der Begegnung.“

Investition in die Zukunft

Die Finanzierung des Projekts erfolgt weiterhin mit Unterstützung mehrerer Fördermittelgeber. Das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken unterstützt die Maßnahme im Rahmen der „Einfachen Dorferneuerung Madenhausen 2“ (Nr. 4.4 DorfR). Gefördert werden insbesondere der Anbau, die neuen Sanitäranlagen inklusive barrierefreiem WC, die Erneuerung der Elektrik, der Innenausbau, der barrierefreie Zugang sowie die Anpassung der Straße und ein zweiter Rettungsweg. Für die energetischen Maßnahmen – also Dachsanierung, Fachplanung & Maßnahmen an Gebäudehülle und Erneuerung von Fenstern und Haustür – wurde eine Kombinationsförderung im Rahmen der Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz 2019 bei der Regierung von Unterfranken sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt. Damit investiert die Gemeinde nicht nur in ein Gebäude, sondern gezielt in Lebensqualität, Klimaschutz und ein lebendiges Miteinander. Auch die Dorfgemeinschaft selbst hat sich intensiv mit Fördermöglichkeiten auseinandergesetzt und eigenständig Anträge vorbereitet. Über das Regionalbudget des Schweinfurter OberLands besteht die Möglichkeit, eine neue Küche für das Gemeindehaus fördern zu lassen. Damit würde die funktionale Ausstattung des Hauses weiter gestärkt – insbesondere für Vereinsveranstaltungen, Feste und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Mit jedem Baufortschritt wird sichtbar: Das Gemeindehaus Madenhausen entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem zukunftsfähigen Mittelpunkt des Dorflebens – getragen von fachlicher Planung, nachhaltigen Entscheidungen und einem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz.

 

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